Besondere Arbeitsfelder

Im Laufe der Jahre habe ich zu meinen übli­chen Arbeits­fel­dern einige Schwer­punkte erar­bei­tet, bei denen ich einen beson­de­ren Bedarf gese­hen habe und meine indi­vi­du­el­len Stär­ken und Kompe­ten­zen beson­ders gut einbrin­gen kann.

Schwangerschaft – Geburt – Baby

Ein sehr erfül­len­des Arbeits­feld ist die Arbeit mit Neuge­bo­re­nen, schwan­ge­ren Frauen und Frauen nach der Entbin­dung.

Ab der sieb­ten Woche der Schwan­ger­schaft bis zur Entbin­dung kann es Phasen geben, in denen der Körper der werden­den Mutter Anpas­sungs­schwie­rig­kei­ten hat. Doch gleich­zei­tig ist der Körper sehr empfäng­lich für sanfte und acht­same Unter­stüt­zung durch Behand­lun­gen.

Bei Neuge­bo­re­nen ist es ähnlich. Sobald Mutter und Kind rich­tig zu Hause ange­kom­men sind, halte ich Behand­lung für sinn­voll. Neuge­bo­rene, die Asym­me­trien oder musku­läre Dysba­lan­cen (Schauen zu einer Seite) aufwei­sen, eine kompli­zierte Geburt hinter sich haben und gemein­hin als „Schrei­kin­der“ bezeich­nete Säug­linge, sie alle sind in den ersten sechs Mona­ten sehr empfäng­lich für sanfte, harmo­ni­sie­rende und ausglei­chende Behand­lun­gen.

Auch der Körper der Mutter ist nach der Entbin­dung sehr empfäng­lich für sanfte Unter­stüt­zung. Becken­bo­den, Zwerch­fell und Bauch­de­cke werden harmo­ni­siert und somit die Bauch­or­gane dabei unter­stützt, ihren ursprüng­li­chen Platz und Halt im Gefüge der Bauch­or­gange in der Bauch­höhle wieder einzu­neh­men.

Vor der Annahme, dass die Fähig­keit zu unse­rer Gesund­heit in uns selber steckt, ist die Entfal­tung der best­mög­li­chen Inte­gri­tät die Voraus­set­zung, um Gesund­heit möglich zu machen. Wenn Körper­teile verletzt oder erkrankt sind, soll­ten sie so gut wie möglich in die Gesamt­heit des Orga­nis­mus inte­griert werden. Denn dort heilen sie in Ausübung ihrer Funk­tion und als Teil des Ganzen am besten.

Auf die thera­peu­ti­sche Arbeit am Pati­en­ten bezo­gen heißt das, sich den gesam­ten Menschen anzu­se­hen. Seine Beein­träch­ti­gung in der Gesamt­heit seines Orga­nis­mus zu sehen und auf die Wech­sel­wir­kung zu achten. Dementspre­chend voll­zieht sich die Behand­lung vom Loka­len zum Globa­len, also vom verletz­ten oder erkrank­ten Körper­teil zum Gesamt­or­ga­nis­mus und umge­kehrt.

Auch der Pati­ent erlebt so, wie das eine mit dem ande­ren zusam­men­hängt. Er spürt die größere Durch­läs­sig­keit und Bele­bung des gesam­ten Körpers und nicht nur des verletz­ten Körper­teils. 

Narbenbehandlungen

auf der Grundlage der Physiologie von Bindegewebe und Faszien

Prof. Dr. Robert Schleip stellte in seiner lang­jäh­ri­gen Forschungs­ar­beit fest, dass Faszien unter­schied­li­che Span­nungs­zu­stände haben können, je nach Befin­den des Menschen. Ist also eine Grippe im Anmarsch oder haben wir gerade sehr viel Stress, reagie­ren die Faszien.

Narben sind Ersatz­bin­de­ge­webe, das der Körper bei Struk­tur­ver­let­zung von Gewebe erzeugt. Eine Narbe, beispiels­weise von einer Blind­darm­ope­ra­tion oder an einer Lymphe nach einer Krebs-OP, stellt eine mecha­ni­sche Barriere dar. Der Flüs­sig­keits­aus­tausch für Gefäße und Nerven ist dort behin­dert.

Durch quali­fi­zierte manu­elle Anwen­dun­gen kann dieses Gewebe in seine Umge­bung inte­griert und homo­ge­ni­siert werden. Häufige Anwen­dungs­ge­biete mit guter Prognose sind Blind­darm­nar­ben, Kaiser­schnitt­nar­ben, Unfall­nar­ben und soge­nannte Narben­fi­bro­sen als Folge von Strah­len­be­hand­lun­gen in der Krebs­the­ra­pie (Brust- und Prosta­ta­krebs).

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